Was in unserer Hand liegt...

Immer wieder liest man, wie wichtig für das weitere Hundeleben eine “gute Prägung” ist. Hunde sind allerdings entwicklungstechnisch Spätentwickler und der Begriff “Prägung” ist hier fehl am Platz. Prägung findet man bei den Nestflüchtern, die in den ersten Lebensstunden von der Mutter “geprägt” werden: bei Entenküken zum Beispiel oder bei Fohlen. Prägung ist etwas Unwiderrufliches. Ist das kurze, kritische Zeitfenster dafür vorbei, lässt es sich nicht mehr nachholen.

Bei den Nesthockern wie unseren Hunden sieht das anders aus. Hier haben wir ein intensives Lernfenster in der Zeit von der 3. bis zur 10. Woche. Begrifflich reden wir hier besser von “Sozialisation” .
Verpasstes in dieser Zeit ist zu einem guten Teil nachholbar, allerdings ist der Aufwand dafür später um ein vielfaches höher. Mensch und Hund haben nie so viele Synapsen wie bei der Geburt. Welche davon aktiviert werden, liegt an uns. Wir haben ein umfangreiches Programm entwickelt , wovon hier nur Ausschnitte angerissen werden können.
Diese Zeit gilt es also zu nutzen…

 

 

Woche 1 und 2
vegetative Phase

Die Ohren und die Augen des Welpen sind noch geschlossen. In dieser Phase gewöhnt sich der Welpe an das Leben. In dieser Zeit ist er extrem schutzbedürftig. Ebenso ist das Tier in den ersten beiden Wochen sehr anfällig für Keime und Erkrankungen.
Menschen sollten sich die Hände desinfizieren, ehe sie die Tiere anfassen.

Wenn die Hundemutter damit keinen Stress hat, dürfen die späteren Adoptivfamilien schon von Anfang an zu Besuch kommen. Es macht für mich keinen Sinn, dass man bei Hundewelpen strengere Hygienevorschriften beachten soll als bei Menschenbabys.

Natürlich will ich keinen Besuch direkt von einer Hundeausstellung oder vom Hundeplatz und gründliches Händewaschen und ein Schuhwechsel ist auch angesagt. Aber eine drei- bis vierwöchige “Quarantäne” finde ich übertrieben.

Davon abgesehen sind die Welpen gerade anfangs noch sehr gut geschützt durch die maternalen Antikörper, die sie mit der Muttermilch aufnehmen und die ihnen eine vorübergehende passive Immunität verschafft. Erst später wird es zu Impflücken, auch immunologische Lücke genannt, kommen – und interessanterweise sogar oft dann, wenn sie schon im neuen Zuhause sind und die Impfung beim Züchter eben wegen der noch vorhandenen Antikörper nicht angeschlagen hat.

Für mich also kein Grund, mir gut bekannte und gesunde Besucher nicht zu den Welpen zu lassen.

 

Konditionierte Entspannung

Verglichen mit unseren Hunden leben wir in einer geruchlich deutlich reduzierten Welt. Dennoch kennen wir es alle, dass uns Gerüche in vergangene Zeiten zurückkatapultieren. Ich bin ein Nasenmensch und manchmal kann ich solche Geruchserinnerunge klar identifizieren. Mit ihnen sind starke Emotionen verknüpft, meist aus der Kindheit.

Wenn ich nun bei meinen Welpen einen Diffuser mit einem bestimmetn Duft laufen lasse, hoffe ich, damit ähnliche Effekte zu erzielen – die dazu jederzeit für die späteren Welpenkäufer wiederholbar sind. Sicher, entspannt und satt bei der Mutter…. das soll der Geruch übermitteln. Ich werde dies nur in den ersten beiden Wochen laufen lassen, danach wird die Aktivität wird eine ganz andere werden.

 

Stubenreinheit

Unsere Wurfkiste wird absichtlich eher klein. Sie soll ein geschützter Ort für die allererste Zeit sein, aber kein Spielplatz für die mobiler werdenden Welpen. Denn sobald sie aktiver werden, soll der erste Grundstein für die Sauberkeitserziehung gesetzt werden und sie sollen lernen: das Klo ist draußen!!!

Anfangs sind sie sowieso noch sehr sauber. Erstens wird die Muttermilch optimal ausgewertet und der Output ist noch sehr gering. Zweitens sorgt die Mama noch für Sauberkeit. Das ändert sich aber meist mit Beginn der Zufütterung gewaltig …. und dann bin ich für alles dankbar, was im Welpenklo landet ;-)!

Schon bei vielen Züchtern anderer Rassen hat sich Grasklo bestens bewährt. Denn dabei wird auch gleich der Untergrund “Gras” konditioniert.

 

Woche 3
Übergangsphase

Die Augen und Ohren des Welpen öffnen sich...

Ab der dritten bis fünften Woche (sensible Phase – Sympatikus und Parasympatikus)

Etwa zwischen dem 12 und 14 Tag gehen die Augen der Welpen auf und meist auch parallel die Ohren. Manchmal hinken diese aber auch hinterher, so dass die Ohren erst am 18. Tag wirklich offen sind. Man könnte als Züchter jetzt auch sagen: „Das Leben beginnt quirlig zu werden“ oder „die Entdeckungsreise des Lebens hat begonnen“.

 

Sobald die Augen und Ohren offen sind, ist das Leben in der Wurfkiste kaum wieder zu erkennen. Alles und jedes muss erkundet werden, die Beine werden ausgetestet, die Stimmchen erprobt, dem Spielverhalten zu Mutter und Geschwister wird nur durch nachlassende Kräfte Einhalt geboten oder durch lautstarken Protest eines der attackierten „Opfer“.

Wie bereits erwähnt, ist die Zeit von der dritten bis zur fünften Woche eine besondere Zeit, wo es darauf ankommt, dass der Züchter seine Verantwortung ernst nimmt, denn der Parasympathikus ist der aktive Ruhenerv, der das ganze Geschehen in den „Ruhepool“ steckt. Von dort werden später auch Vergleiche hervorgeholt, um das wieder neu Erlebte abzugleichen und weiter ruhig zu bleiben.

Dieser Vorgang in der dritten bis fünften Woche der Welpen hat zur Folge, dass der Züchter für täglich neue a. akustische Reize, b. optische Reize, c. physische Reize und d. Geruchsreiz zu sorgen hat. Alles allerdings im richtigen Maß, damit keine Reizüberflutung stattfindet.

 

Akustische Reize: sehr sinnvoll ist es, wenn die Welpen täglich neue akustische Geräusche erhalten, was man leicht in Form von CDs bewältigen kann.

Es gibt auf dem Markt frei erhältliche CDs mit den unterschiedlichsten Tracks, Musikbeispielen, Geräusche jeglicher Art und Testsignale. Diese lassen sich den Welpen zunächst in kurzen Intervallen und in gedämpfter Lautstärke vorspielen. Wenn man das täglich macht, wird der zeitliche Vorspielrahmen vergrößert und die Läutstärke variiert.

 

Zu den akustischen Reizen gehört auch der Züchter eigene Staubsauger, das Geklapper in der Küche mit entsprechenden Töpfen, Geschirr, Mixer, etc. Das Telefon und die Haustürschelle sind eine Selbstverständlichkeit. Leider nicht selbstverständlich, aber absolut notwendig sind Kinderstimmen, Männer- und Frauenstimmen, sowie verschiedene Tierlaute.  Es ist besonders wichtig, dass die Welpen Kinder mit ihren hellen Stimmen und schnellen Bewegungen kennen lernen. Die dunklen, tiefen Stimmen der Männer sind unentbehrlich, denn sonst haben später unter Umständen die Welpen Angst vor solchen Geschöpfen.

 

Unser Welpenauslauf

Sehr schnell werden die Zwerge mobiler und brauchen mehr Platz und Anregungen. Wir bauen ihnen dafür einen Babyauslauf im Wohnzimmer auf. Eben mitten im Mittelpunkt unseres Hauses.

 

                                                                                                     Welpenfütterung

Die Hundemütter dürfen und sollen entlastet werden, wenn die Kleinen soweit sind. Gesundheitliche Vorteile durch überlanges Säugenlassen gibt es nicht, weder beim Menschen noch beim Hund.
Wir werden grundsätzlich mit bestem Tartar und Babygläschen anfangen. Ausgewähltes Fertigfutter gibt es durch Handfütterung und Futterspiele.
Absichtlich füttern wir diese ersten Tartar-Mahlzeiten aus der Hand. Die Welpen sollen diese Köstlichkeiten mit dem Menschen verbinden….

Woche 4 bis 7
Prägephase

Der Welpe nutzt nun seine Sinne, um unterschiedliche Umwelteinflüsse kennenzulernen. Dazu zählt auch der Kontakt zu Menschen. Erste Sozialkontakte werden geknüpft.
In dieser Zeit beginnt der Züchter, Spielzeug in der Welpenkiste zu verteilen. Es soll vor allem auch Spielzeug sein, welches bei Berührung Geräusche verursacht. Welpentunnel sind geeignet, Kauspielzeug wie kleine Zerrseile. 
Radio und/oder Fernsehr laufen in der Umgebung der Welpen. Es wird gestaubsaugt und gereinigt und das gern auch mit etwas Lärm verbunden.

Komm

Von Anfang an locken wir die Welpen mit "Puppy,Puppy" zum Futternapf. Der erste Schritt zum Rückruf des Welpen. Zu dieser Zeit besitzen die Welpen noch nicht ihren Rufnamen und verknüpfen das richtige Verhalten mit dem positiven Ausgang der Fütterung.
Immer wieder ist uns dieser Ruf dann „draußen” sehr hilfreich, wenn man die Bande schnell rufen will. Der Grundstein für die Namenskonditionierung ist damit gelegt.
Für die Welpen- und Junghundezeit konditioniere ich ein weiteres Welpen-Abrufesignal.  Dieses Signal darf man auch unter Ablenkung einsetzen (schön, wenn`s klappt, macht nicht viel, wenn nicht) und auch Kinder dürfen es benutzen.
                                                                                                            Autofahren
Die Welpen dürfen in dieser Zeit ab etwa Woche 6 erste Erfahrungen mit dem Autofahren machen! Winzige gefahrene Runden reichen dabei völlig aus! Bitte Rücksicht nehmen auf die Entwicklung der Kleinen. Wer ein ängstlicher Welpe ist, dem reicht für den Anfang bereits das Sitzen in einem Auto völlig aus.Nachdem ich von vielen Tieren weiß, dass sie unter Autofahrten litten und ich den Eindruck habe, dass Wolfalike hier sensibler reagieren als andere Rassen, ist es mir wichtig, hier schon frühzeitig eine positive Basis zu legen. Nur einen Hund, der unproblematisch Auto fährt, nimmt man auch gerne und häufig mit – und unsere Wölfchen lieben es “dabeisein” zu dürfen….
Wichtig sind allerdings möglichst tägliche Ausfahrten. Ich beginne mit sechs Wochen mit kurzen Strecken und fahre gegen Ende auch  längere Strecken.
Bei unseren Ausflügen sind wir natürlich ständig auf nette Begleitung angewiesen. Jeder Welpenbesucher wird eingespannt – ein besonderes Erlebnis für unsere Besucher und unentbehrlich für uns.


Ausflüge in den Garten sind erlaubt und erwünscht. In der Prägephase nehmen Welpen sehr intensiv Neuerungen in ihrem Umfeld auf. Sie lernen durch ihre Neugier und in aller Regel stressfrei, wenn sie nicht überlastet werden. Schön ist jetzt ein Bällebad und (je nach Jahreszeit) erster Kontakt zu Wasser. Wo immer möglich, gibt es kleine Mutproben: am Beginn der Rampe muss ein Spiegel überquert werden (buchstäblich ein „spiegelglatter” Fußboden), in der Mitte gibt es einen “Wassergraben”, am Ende geht es über ein Gitter. Flatternde Bänder und klappernde Konservendosen hängen im Weg. Sobald die Welpen bei uns ins Freie dürfen (ca. mit der vierten Lebenswoche – je nach Wetterlage), werden sie auch mit den medizinischen Hilfsmitteln unserer Umgebung konfrontiert, so dass es für sie selbstverständlich ist, einem Rollstuhl ohne Angst zu begegnen. Das trifft auch auf einen Rollator zu.

So lernen die Welpen bereits in ganz jungen Tagen, dass man vor solchen Gefährten und Menschen keine Angst zu haben braucht. Das Erlebnis wird von vornherein in den Ruhepool gepackt.

Ein unverzichtbarer Moment unter dem optischen Gesichtspunkt ist die Ausgestaltung der jeweiligen Innen- und Außenausläufe.

Zu den optischen Reizen im Auslauf gehören zum Beispiel nicht nur Bäume, Sträucher, Gras, Felsbrocken, Baumwurzel, Erlebnisbrücken, Tunnel, Zaun und Pforte, sondern auch eine Wäscheleine mit Wäsche, Knitterdecke (Notfalldecke), aufgehängte Flaschen, Windrad, etc. die öfters in der Woche anders behängt wird. Ein schöner Nebeneffekt bieten diese Sachen, wenn sie tief genug gehängt werden, so dass die Welpen auch damit spielen können.

Auch drinnen geht es immer lebhafter zu. Der Staubsauger, knallende Türen, laute Musik und Filmgeräusche gehören sowieso zum Alltag. Inzwischen gibt es auch noch einen gefährlich fauchenden Dampfreiniger….eine Freude wird es bewegliche Turngeräte und Krachmacher für die Kleinen zu erfinden. Das rollt, schaukelt, wippt, federt, knallt und scheppert...das mag kein Hund, es sei denn, er ist früh genug darauf trainiert worden.

 

 

                                                                                                                    Geruchsreize

Diese Reize lassen sich am besten in der Küche vermitteln. Wenn die Welpen in der Zeit, wo man kocht, in der Küche sind, erhalten sie eben von allen Lebensmitteln eine Nase voll davon mit. Es ist schon ein großer Unterschied, ob ich Weißkohl koche, Fisch brate oder eine Süßspeise herstelle. Außerdem bügel ich in der Küche, was wiederum anders riecht.

Das Fenster putzen riecht ebenfalls anders als den Boden wischen. Ob ich einen Kuchen backe oder Fleisch anbrate, oder ob ich ein Knoblauchgericht gezaubert habe.

 

“Open House”

Leer ist es bei uns fast nie. Während der Welpenzeit haben wir ein offenes Haus für die späteren Besitzer, für Freunde und Verwandte. Häufiger Besuch wird ausgesprochen gerne gesehen. Sozialisation auf Menschen ist für mich eine wichtige Priorität.
Dr. Ian Dunbar, der Verhaltens- und Hundetrainingsexperte, welcher sowohl einen Abschluss als Veterinärmediziner als auch als Tier-Verhaltensexperte sowie über 30 Jahre praktische Erfahrung aufzuweisen hat, fordert auf, dem Welpen 100 Menschenbegegnungen in den ersten acht Lebenswochen, sowie weiteren 100 in den folgenden vier Wochen zu ermöglichen: “As a rule of thumb a puppy needs to be handled and trained by at least 100 people before eight weeks of age and then by another 100 people between eight and twelve weeks of age.”

Viele Welpen lernen zum Ende dieser Phase bereits die ersten Grundlagen für Stubenreinheit, wenn sie selbständig ins Freie laufen dürfen!

 

Woche 8 bis 16                                                       Es heißt Abschied nehmen...

Die Präge- und die Sozialisierungsphase wird inzwischen zusammengenommen als „Habitusphase“ (Gewohnheitsbildung) bezeichnet. Dieser Abschnitt endet nach neuesten Erkenntnissen etwa mit Ende der 16. Lebenswoche.
In der Sozialisierungsphase sind Welpen ganz besonders aufgeschlossen, neugierig und aktiv. 
Fehler, die jetzt in der Prägung entstehen, ziehen sich meistens durch das ganze Leben des Hundes! Die Phase prägt also dauerhaft und beansprucht damit die größtmögliche Aufmerksamkeit bei Züchter und künftigem Halter.
Der Welpe sollte jetzt möglichst häufige Kontakte zu (geimpften und gesunden) Artgenossen haben. Die anstehende Impfung der 8. Woche sollte in der Praxis des Tierarztes erfolgen, zu dem man mit dem Auto fährt. 
Die Kleinen dürfen „mildem“ Stress ausgesetzt werden, um neue Erfahrungen sammeln zu können. Diese Phasen sollten jedoch nie länger als 10 Minuten dauern.
Geräusche sollten jetzt gezielt trainiert werden, öffentliche Orte, Kinderansammlungen.
Viele dieser Dinge kann bereits der Züchter vor der Abgabe einleiten. Ein gut vorgeprägter Welpe wird weniger Stress empfinden, wenn er in das neue Zuhause umzieht! Ab der achten Woche werden unsere Welpen ausziehen. Gerade diese Rassen benötigen eine enge Bindung an ihre Familie und vielfältige Erfahrungen. Dies wird mit den zunehmenden Ansprüchen, die der Entwicklung der Welpen zugrunde liegt, schwieriger. Damit jeder Welpe die bestmögliche Förderung erhält, auf sein neues Umfeld geprägt wird und in seinem Tempo lernt, werden unsere Welpen ab  Ende der achten Woche abgegeben. Es fällt keinem Züchter leicht loszulassen. Acht Wochen geben wir alles um diesen Kleinen den bestmöglichen Start ins Leben zu ermöglichen. Wir wünschen uns eine gute Zusammenarbeit im Sinne der Hunde und die Fortführung des begonnen Puppy Culture Programms. Auch deshalb wünschen wir uns einen regelmässigen Kontakt zur neuen Familie und hoffen ein Leben lang begleiten zu dürfen. 

 

                                       Wie ist das mit weiteren eigenen Hunden im Haushalt?

 Züchter haben oft mehrere Hunde, die in der Zucht eingesetzt werden.
Im Idealfall sollten das Muttertier und die Welpen zumindest in den ersten 2 Lebenswochen allein sein dürfen und von den anderen Hunden des Haushalts abgeschirmt werden.
Ab der dritten Lebenswoche dürfen die weiteren Hunde des Haushaltes wieder in die nähere Umgebung von Mutter und Welpen.
Die Welpen können jetzt Mutter und Geschwister differenzieren und „finden“ so immer zur eigenen Familie.
Rüden sind in aller Regel nicht sehr am Nachwuchs interessiert und dulden, erkundet zu werden. 
Erfahrene Mutterhündinnen werden zudringliche Welpen sanft, aber durchaus nachdrücklich in ihre Schranken verweisen. Die Welpen lernen auf diese Weise bereits die Körpersprache eines anderen Hundes außer der Mutter kennen und zu interpretieren.

 

 

 

 

Druckversion Druckversion | Sitemap
© Sascha Hermanns